Großbritannien: UKIP-Chef prophezeit EU-Auflösung binnen zehn Jahren – „das wird zu Gewalt führen“

17. Mai 2013

UKIP-Chef Nigel Farage (Foto: Wikimedia/Euro Realist Newsletter, CC BY 2.0)

London. Der Chef der die britische Conservative Party derzeit hart bedrängenden United Kingdom Independence Party (UKIP), Nigel Farage, hat erneut das „Demokratie-Defizit“ der EU kritisiert.

Dem österreichischen „Kurier“ sagte Farage: „Es ist ganz einfach: Wollen wir die Kontrolle über unser Leben haben? Oder soll ein Haufen alter Männer in der EU-Kommission, die wir nicht gewählt haben und die wir nicht abwählen können, die Gesetze machen und jeden Aspekt unseres Lebens regulieren?“ An einem Austritt aus der EU führe daher kein Weg vorbei: „Die EU ist ein desaströses Durcheinander. Das aufzulösen wird schmerzvoll. Aber es wäre noch schmerzvoller, so weiterzumachen“, so Farage, der desweiteren seiner Überzeugung Ausdruck verlieh, ein Ausstieg der Briten würde für die EU „die Todes-Urkunde“ bedeuten, „weil sich damit zeigen würde, daß die EU und ihr Wachstum nicht alternativlos sind. Das war in den vergangenen Jahrzehnten aber das größte Argument für die EU.“

Die Auflösung der Union komme „sicher innerhalb der nächsten zehn Jahre. Das wird zu Gewalt führen, vielleicht zu einer Revolution“, sagte Farage und verglich die Entwicklung der EU mit jener der Sowjetunion: „So wie der Kommunismus Rußland hätte gerechter machen sollen und es noch ungerechter gemacht hat, wird die EU Nationalismus verursachen, obwohl sie ihn verhindern sollte.“

> Interview mit UKIP-Chef Nigel Farage: “Die EU hat nichts mit Europa zu tun”

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