Versuchter Anschlag in Bonn: Eine entschärfte Bombe – aber viele politische Versäumnisse

10. Januar 2013

Salafistenprediger Pierre Vogel (Foto: Wikimedia/Schängel, CC BY-SA 3.0 DE)

Bonn. Der vereitelte Bombenanschlag am Bonner Hauptbahnhof paßte nicht recht in die vorweihnachtliche Stimmung. Nach allem, was man inzwischen weiß, bleibt aber kein Zweifel: Die Tatverdächtigen waren „Islamisten“.

Islamisten – das sind im übrigen auch diejenigen, die jetzt in Ägypten das Sagen haben, nachdem ihnen vor ziemlich genau zwei Jahren der Westen auf geradezu rührende Weise dabei behilflich war, den langjährigen Staatschef Mubarak in die Wüste zu schicken. Nur: Mubarak war harmlos gegen das Scharia-Regime, das jetzt in dem Nilland ausgebrochen ist.

Sicher – nicht jeder in Deutschland lebende Muslim ist eine tickende Zeitbombe oder ein fanatischer Islamist. Nicht jeder Anatolier ist schwerkriminell. Aber die Statistiken sprechen gleichwohl eine deutliche Sprache. Die völlig verfehlte Einwanderungspolitik, die die etablierten Parteien in den letzten Jahrzehnten betrieben haben, ist die Ursache dafür, daß es die öffentliche Sicherheit offenbar nicht mehr zum Nulltarif gibt.

An dem Bonner Bomben-Fall ist im übrigen reichlich absurd, daß den Ermittlungsbehörden sowohl die Klarnamen als auch die islamischen Kampfnamen der beiden Tatverdächtigen bekannt sind und daß sie ziemlich sicher sind, daß sie sich im Jahr 2008 den Al-Shabaab-Milizen in Somalia anschließen wollten – daß aber keine Abschiebung der potentiellen Gefährder erfolgt ist.

Die Tasche am Bonner Hauptbahnhof enthielt zündfähiges Material, und ähnlich wie im Jahr 2006 in Köln lag es lediglich an einem technischen Patzer der mutmaßlichen Attentäter, daß nicht unzählige Unschuldige einfach in die Luft gesprengt wurden. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, warnte, daß Deutschland weiterhin potentielles Angriffsziel von islamistischen Terroristen sei. Besonders Bahnhöfe seien gefährdet.

Der Fall zeigt: Eine über viele Jahre hinweg völlig verfehlte Ausländerpolitik hat dazu geführt, daß brandgefährliche Islamisten jetzt in unserem Land weitgehend unbehelligt ihr Unwesen treiben können. Die Opfer sind am Ende die „Ungläubigen“ – also wir alle. Fanatischen Islamisten ist es gleichgültig, ob Frauen, Kinder oder andere Unschuldige Opfer ihrer Wahnsinnstaten werden.

Für niemanden, der eins und eins zusammenzählen kann, ist nachvollziehbar, daß polizeilich als „Gefährder“ eingestufte Islamisten jahrelang in der Bundesrepublik verweilen dürfen und unter bildungsfernen Türken und Arabern weitere Anhänger rekrutieren können, ohne daß der Staat rechtzeitig einschreitet. Müssen wir uns das von „unseren“ Politikern eigentlich bieten lassen?

Aber das Problem sitzt tiefer. Es führt kein Weg am Eingeständnis vorbei: Masseneinwanderung und Islamismus sind zwei Seiten einer Medaille – türkische, arabische und maghrebinische Parallelgesellschaften sind die Keimzelle für ein aggressives Islam-Milieu, das uns schon morgen um die Ohren fliegen kann.

Schon heute ist es in vielen deutschen Städten für Zuwanderer aus muslimischen Ländern nicht mehr nötig, sich in die bundesdeutsche „Aufnahmegesellschaft“ zu integrieren – wer unter seinesgleichen bleiben will, findet bei uns längst türkische Supermärkte, muslimische Ärzte und Rechtsgelehrte, arabische Rechts- und Asylanwälte. Und der deutsche Staat drückt beide Augen zu und hat Verständnis dafür, wenn es mit der Bereitschaft zur „Integration“ einfach nicht klappen will.

Merke: Man kann es mit der Toleranz auch übertreiben. Noch ist dieses Land das Land der Deutschen. Verantwortungsvolle Bürger sollten dafür sorgen, daß es auch in Zukunft so bleibt.

Dieser Artikel erschien zuerst in „Der Schlesier“.

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